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Halihalo,
nachdem wir in letzter zeit schreibfaul waren aber an sich nicht mehr so reisefaul schreib ich mal was wir so alles erlebt haben:
Irgendwann mussten wir uns ja von unsern Freunden aus Zwickau und Neuss verabschieden, dass haben wir dann auch gemacht und haben Agonda verlassen, war echt ne super super Zeit mit denen! Wir sind also mit dem Bus in den naechsten Stadt Karnataka gefahren und sind endlich aus GOA raus (irgendwann muss man ja weiter…) nach Gokarna, eine kleine heilige stadt direkt an der Grenze. Dort sind wir an den OM BEACH gegangen, aber wir waren von Goa einfach schon zu strandverwoehnt, ausserdem war das Bett viel zu klein fuer mich und vor unserer kleinen Huette waren Biebergrosse Ratten, so geht das ja nicht! Wir sind also dann in Gokarna zum Kuddle Beach gegangen, der ist insgesamt etwas kleiner und nur ueber einen felsigen steilen weg zu erreichen, und das in bruetender hitze mit den fetten rucksaecken hinten drauf, nich so angenehm sag ich euch! Wir sind ganz ans Ende des Strandes ins Ganges Cafe gegangen, ein Mix aus Beach resort, restaurant, kleinem supermarkt und internetcafe. Wir hatten en kleines zimmer bestehend aus 4 waenden bett und ventilator und ner kleinen terasse wo wir uns 2 haengematten aufgehangen haben, und dass genau 1 meter vom wasser entfernt. Das war ne sehr entspannende Zeit einfach nur in den Haengematten liegen, lesen, musik hoeren, nachdenken, das leben geniessen, sowas halt
. Das Gemeinschaftsklo im india style (loch im boden) war zwar nich sehr lecker, aber das ging schon, ich mein wir haben ja nur 1,80euro pro nacht bezahlt, da kann man mit sowas schon umgehen! Neben uns in der Huette waren 2 andere Deutsche, Junge mit Rastas und seine Freundin, und irgendwie kam der uns verdammt bekannt vor, naja wir wussten aber nicht woher… Nach 3 oder 4 tagen und einigen weiteren Magenproblemen von mir (die doofe tunfischpizza mit vergammelten schwarzen tunfisch, widerlich!) sind wir dann in die City von Gokarna um von da aus am naechsten Tag unsere “laengere” Reise nach Hampi ins Innland anzutreten. Jeden Tag Strand hoert sich zwar paradiesisch an, aber irgendwann weiss man dass nicht mehr zu schaetzen, also mussten wir unbedingt ins Innland. Nach ner 13 stunden fahrt, ner Reifenpanne, ein paar autos die auf dem kopf im graben lagen sind wir dann nachts in Hospet angekommen, das ist ca 30 min von hampi entfernt. Nachdem ich mich dann aufs uebelste mit den dreisten Rikshaw fahrern angelegt habe sind wir endlich im Regen nach Hampi gefahren und haben ganz schoen viel wasser ins gesicht bekommen (stephi in den mund, weil ein vorbeifahrendes auto durch ne fette pfuetze gefahren ist, schon lecker so indisches strassenschmockwasser!). Wir sind dann schnell ins Vicky’s Guest House eingecheckt, haben noch was gegessen und sind dann pennen gegangen. Hampi ist ne schoene Felsenlandschaft die mit Tempeln uebersaeht ist inmitten von Bananenplantagen und einem groesseren Fluss. Da Ganesh es nicht gut mit uns meinte hats dann erstmal geregnet, aber naja dass war auch irgendwie angenehm weils ansonsten sehr heiss gewesen waere. Als es endlich aufgehoert hat, haben wir ne 5 stunden Rikshaw Tour gemacht und uns viele Tempel in der Umgebung angeguckt, echt beeindruckende Dinge dabei. In Hampi gehen die meisten kinder uebrigens betteln und nicht in die Schule, darum waren wir in manchen tempeln auch von Kindern umringt die uns ganz schoen dreist angebettelt haben, aber damit koennen wir jetzt nach 2 Monaten Indien schon umgehen, dass lernt man irgendwann. Am abend haben wir dann gemerkt, dass der typ vom Kuddle Beach schon wieder ein zimmer neben uns hat, nachdem wir uns ein wenig mit dem unterhalten haben, haben wir dann auch kurze zeit spaeter endlich rausbekommen wers ist. Wir hatten uns dass schon gedacht, ich weiss nich ob das vielen von euch was sagt, aber das war NIC von AK 04 05 06 07 und Freunde das Leben beginnt (schon peinlich, dass wir sowas kennen, aber dass kennt man nunmal
). Da trifft man den gleich 2 mal hinternander an voellig verschiedenen Orten, jott jott jott.
Wir haben in Hampi unsere shoppinglust befriedigt und ich bin auf dem hoehepunkt meines handeltalents. Die Stephi geht das ganze noch zu aggresiv an, stephis temperament halt, die beschimpft die inder immer wenn der preis zu hoch ist, so dass die gar kein bock mehr haben geschaefte zu machen
. Ich glaub wir werden ziemliche Probleme in Deutschland haben und versuchen alles moegliche runterzuhandeln, wir muessen uns da erstmal wieder dran gewoehen!
Wir sind am naechsten Tag dann mal extra frueh aufgestanden und zum Fluss gegangen, dort wird Lakshmir der Tempelelfant jeden morgen gewaschen, ich bin dann auch ins Wasser und hab mitgeholfen die feine Dame zu waschen, war ganz schoen kalt das Wasser aber hat Spass gemacht. Anschliessen sind wir mit dem Boot auf die andere Seite des Flusses getuckert um den Affentempel zu sehen, der ist auf nem ganz schoen hohen Felsen den man erstmal mit seinen 600 Stufen bezwingen muss, aber oben hat man eine echt fantastische Aussicht und die Affen sind ganz lustig, wenn auch einige ein wenig gereizt sind, fingerschnipsen hilft da viel, ist echt lustig wie die so zusammenzucken.
Ich hab kein Zeitgefuehl mehr, aber ich glaub es war dann am Tag darauf, wir hatten en ziemlich leckeres indisches Essen, das wohl aus mehr Bakterien als richtigem Essen bestand, am Strassenrand in Hampi. Noch nen Chai und wir waren gestaerkt genug um uns wieder auf die andere Seite des Flusses zu begeben wo wir uns en Mopped ausgeliehen haben. Richtiges Schrottteil kann ich da nur sagen, dass Erste ist nach einer Minute kaputt gegangen, und das zweite hatte auch so seine Startschwierigkeiten, aber es fuhr! Wir haben die faszinierende Landschaft abseits der Touristenwege erkundet und hatten dann mitten in der Pampa nen platten auf dem hinteren Reifen. Wir waren da mitten in einem Muslimischen kleinen Dorf wo keiner englisch sprechen konnte und uns alle nur anlachten und wir von tausenden Kindern umringt waren. Tja der schuppen der Reifen reparierte war leider geschlossen, also mussten wir, oder besser gesagt ich, das schwere mopped ans ende des Dorfes (das hat sich ganz schoen hingezogen) schieben wo uns endlich einer helfen konnte. Ne halbe stunde spaeter war er fertig und wollte nur 20 Rupien haben, Trinkgeld wollte er auch nicht, da sieht man mal, direkt aus dem Touristengebiet raus und schon wird man nicht mehr abgezogen herrlich! Villeicht lags aber auch an meinem Bart mit dem ich ausseh wie en Moslem, ich weiss es nicht ich weiss es nicht…
An unserm letzten Abend haben wir noch 2 Maedchen aus Neuss die wir schon 1 monat vorher in pallolem kennengelernt haben wiedergetroffen, hier in Indien laeuft man sich halt immer wieder ueber den Weg. Wir haben noch nett mit denen geplaudert und sind dann nach Hospet um mit dem Sleeper Bus nach Mysore zu fahren. Das war eine wirklich holprige 10 Stundenfahrt in unserer kleinen Koie, und jepp wir wurden so einige Male an die Decke geschleudert. Wirklich schlafen konnte man da nicht, bei jedem Schlagloch war man wieder wach, und zu allem uebel waren wir auch noch ganz hinten im bus wo der Schwenkarmeffekt am groessten ist.
In Mysore wurden wir direkt von tausenden Schleppern umringt die uns alle in ihr Hotel bringen wollten um da ne Provision abzustauben, wird ganz schoen nervig wenn man die nicht verscheucht, aber ein lautes LEAVE US ALONE bringts dann schonmal. Wir haben uns nun entschieden den Lonely Planet (unsern Travellerguide hier fuer Indien) nicht mehr fuer die Hotelsuche zu benutzen, die Preise stimmen nicht, es werden teilweise ueble Kaschemmen als Tip angepriesen etc. .. Wir haben uns dann fuer ein “Luxus” Hotel fuer 10 euro die nacht entschieden, man man man ich hab noch nie so fette weiche matratzen gesehen! En Fernsehr hatten wir auch, und die Sender hier wie Starmovies und HBO senden richtig juhte Filme auf Englisch, darum haben wir den ersten Tag nur im Bett gelegen und Fernseh geguckt, dass war herrlich
! Mysore hatt uns allerdings nicht so vom Hocker gehaun, da gabs halt ein paar sachen anzuschaun, wie zum Bsp den Mysore Palast der Nachts schoen beleuchtet ist, aber alles keine Gruende laenger da zu bleiben, darum sind wir nach 2 Tagen weiter nach Ooty auf 2200 m Hoehe. Die Fahrt dahin war ein ganz schoener Nervenkitzel, der Bus rast halt die Serpentinen hoch durch die Haarnadelkurven und hupt anstatt zu bremsen, dass kannten wir zwar alles schon aber nicht unter den Umstaenden. Ueberholen in Kurven alles kein Problem , einfach nur Hupen, nur macht dass der Gegenverkehr natuerlich auch, darum klappts nicht immer so hundertprozentig. Aber die Aussicht auf dem Weg hat schon fuer alles entscheadigt, traumhafte Teeplantagen und im Hintergrund die Ferne, herrlich. Auf dem Weg mussten wir auch durch einen Nationalpark und haben einige Wildelefanten, Axishirsche und mal wieder viele Affen gesehen.
Und Ja jetzt sind wir seit einem Tag hier oben in Ooty, es ist teilweise ganz schoen kalt und ich musste mir erstmal nen Pulli kaufen um ueberhaupt klar zu kommen. Wir waren grad ein wenig shoppen aber hier gibts halt viele kitschsachen, die selbstgemachte Schokolade hier ist sehr lecker aber Ooty an sich ist halt viel Verkehr. Gegenueber von unserm Hotel ist ein See, man kann sich Pferde ausleihen und ein bisschen rumreiten, das werden wir morgen wohl mal machen. Direkt neben an ist auch en kleiner Freizeitpark mit Gokartbahn, wer weiss, vlt steckt in Stephi ja en Rennass! Ooty an sich ist nich so ganz wie wir uns das vorgestellt haben, wir haben es uns ruhiger vorgestellt, darum werden wir wohl mal aus der Stadt rausmuessen und uns die wunderschoende Landschaft anschauen!
Viele Gruesse aus den kalten indischen Ghats!
Philipp
(das mit dem bilder upload ist zu langsam, ein paar sind schon auf dem flickr profil, neue kommen noch und werden dann hier eingebunden)


